
Orgel in der St. Stefanskirche in Konstanz
(1997): Die Spielanlage
Die Registerzüge sind in senkrechten Staffeln den Werken entsprechend angelegt.
Dabei wurden die einzelnen Züge nach Klangfamilien angeordnet, z. B. Principale,
Flöten, Aliquoten und Zungen, wodurch mit einem Handgriff mühelos drei
Register auf einmal hinzugezogen werden können. Appels für Principale,
Mixturen und Zungen bilden eine weitere Spielhilfe, welche besonders bei der
Wiedergabe von französisch-romantischer Orgelmusik hilfreich sind. Durch
die Einrichtung einer Wechselwirkung für die Koppeln, welche mit Tritten
oder Zügen in den Manualbacken geschaltet werden können, sind weitere
Spielhilfen gegeben.
Dank einer "hängenden Traktur" ist die Spielart auf allen Manualen
sehr angenehm und sensibel auf Anschlags- feinheiten reagierend. Auch bei gekoppelten
Manualen lässt sich die Orgel angenehm spielen.
Die gesamte Spieltischanlage ist gut durchdacht und von bester Ausführung,
so daß sich der Spieler sehr schnell am Spieltisch zurechtfindet und trotz
der rein mechanischen Anlage keine Kompromisse bei der Registrierung großer
Orgelwerke machen muß.
